Stoppt-Filmklau.org: Neuer Internetauftritt gegen Kinofilmdiebstahl

Stoppt-Filmklau.org: Neuer Internetauftritt gegen Kinofilmdiebstahl

DACH-Anti-Piraterie-Organisationen unterstützen Kinos mit Tipps und Informationen


Hamburg, Wien, Zürich, 23. Juni 2008. Nahezu jeder Film wird Opfer illegaler Aufnahmen - auch in deutschsprachigen Kinos. Als Vorlage für Raubkopien gefährden diese die Auswertung der Filme in Kinos, DVD-Verkauf und -Verleih erheblich. Im Kampf gegen die illegale Schattenwirtschaft stehen Kinomitarbeiter daher in erster Reihe. Zu ihrer Unterstützung präsentieren die DACH Anti-Piraterie-Organisationen - die deutsche Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), der österreichische Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) und die Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) - heute in ihrer zweiten gemeinschaftlichen Veröffentlichung die neue Website:

www.stoppt-filmklau.org

Der Internetauftritt richtet sich an Kinos in den drei deutschsprachigen Ländern. Unterstützt von den jeweiligen nationalen Kinoverbänden informieren GVU, VAP und SAFE über illegale Bild- und Tonaufnahmen - dem so genannten "Camcording". Zur Verhinderung von Film-Diebstahl von der Leinwand werden Kinobetreiber und Kinomitarbeiter angeregt hinzuschauen und zu handeln. Neben allgemeinen Hinweisen zur Situation sowie von Kinoraubkopierern bevorzugten Vorführungen, Tatorten und Werkzeugen nennt Stoppt-filmklau.org die wichtigsten Schritte bei Vorfällen illegaler Aufnahmeversuche. Länderspezifische Informationen sowie Unterlagen für den Einsatz im Kino runden das Angebot ab. Mit dieser Site verfolgen die DACH-Anti-Piraterie-Organisationen das Ziel, ihre Expertise mit dem technischen Know-how und der Kundennähe der Kinomitarbeiter zu vereinigen. Nur gemeinsam können illegale Aufnahmen konsequent und nachhaltig verhindert, die Anzahl von Film-Raubkopien von aktuellen Kinofilmen deutlich reduziert und somit der Kinobranche eine faire Chance gegeben werden, mit den neuen Medien zu konkurrieren.

Das Aufnehmen von Bild und/oder Ton während der Vorführung ist eine Verletzung von Urheberrechten. Trotzdem wird beinahe jeder Film Opfer eines strafbaren Mitschnittversuchs. Weltweit liefern illegale Bild- und Tonaufnahmen in Kinos das Material für nahezu 90 Prozent der frühesten Filmraubkopien. Bei ursprünglich fremdsprachigen Filmen steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz insbesondere die deutsche Tonspur im Visier der Filmraubkopierer: Häufig wird bei einer der ersten Aufführungen nach dem Start eines neuen Films der deutsch synchronisierte Ton unauffällig mitgeschnitten. Filmraubkopierer - so genannten Release-Gruppen - kombinieren diese Aufnahme beispielsweise mit einer aus dem Internet herunter geladenen Video-Kopie, die ebenfalls von der Leinwand gestohlen wurde. Die so erstellte Version wird dann im gesamten deutsprachigen Raum im Internet verbreitet. Diese digitalen Raubkopien dienen wiederum als Vorlage für die gebrannten CD-Roms und DVD-Roms, die am Flohmarkt oder von Stra?enhändlern erhältlich sind.

Einer unabhängigen Studie der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Hamburg zufolge schaden illegale Filmkopien drei der füä die Filmindustrie wichtigsten Vertriebskanäle für Spielfilme in Deutschland: den Kinos, dem DVD-Verleih und dem DVD-Verkauf. Die Einnahme-Rückgänge in der Kinobranche durch Filmpiraterie bedeuten eine sehr konkrete Bedrohung für Kinounternehmer und ihre Zulieferer sowie eine Gefährdung der Arbeitsplätze ihrer Angestellten. STOPPT-FILMKLAU soll diesem Trend entgegenwirken indem Kinobetreiber in der aktiven Mitwirkung am Ort des Geschehens mit Tipps, Informationen und Einsatzmaterial bestärkt werden.